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Mordeth: Hermetic Creation (Review)

Artist:

Mordeth

Mordeth: Hermetic Creation
Album:

Hermetic Creation

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Death Metal

Label: Sacramental Records
Spieldauer: 46:52
Erschienen: 03.09.2025
Website: [Link]

Brasiliens MORDETH liefern mit „Hermetic Creation“ ihr viertes Album zwischen technischem Death Metal und Sci-Fi-Dystopie ab. Dabei widmen sich die Musiker einer philosophischen Betrachtung von Themen wie Existenzialismus und kosmischem Horror.


Musikalisch geht’s dabei bisweilen vertrackt und technisch zu (u.a. in „Sacred Codes“), wobei die Atmosphäre dank dezenter Orchestrierung stets ein düsteres Flair zwischen Ungewissheit und Schockmoment bereithält und damit u.a. das Gefühl einer H.P. Lovecraft Geschichte recht passend in Musik verpackt, ohne direkt auf den Autor Bezug zu nehmen.


In „Stellar Necropolis“ schält sich außerdem eine gedehnte Gitarrenmelodie aus den vertrackt abgehackten Riffs heraus, die sich hervorragend mit der Orchestrierung ergänzt und das Stück ein wenig aufbläht, ehe sich „Memory Hunter“ mit Themen wie der Suche nach der eigenen Identität in einer dystopischen Welt beschäftigt.
Zum getragenen Rhythmus gesellt sich eine mechanisch-kalte Gitarrenarbeit, die bisweilen an CARCASS denken lässt, was aber auch von der stimmlichen Ähnlichkeit von Vladimir Matheus und Jeff Walker herrühren kann.


Ein Stück wie „Varginha’s Paradox“ startet zunächst mit einem marginalen Seitenblick gen BOLT THROWER (das Rhythmusfundament), ehe sich die Gitarren manch freizügiges Solo erlauben.
„The Arcane Cosmonaut“ schleppt sich im Anschluss mit trister Melodik voran und bildet dadurch einen düsteren Gegenpart zum vorangegangen Stück. Im weiteren Verlauf stellt sich ein erzählerisches Element ein, das den Song zu einem kleinen Akustikdrama macht, bei dem Sänger Vladimir durch variablen Stimmeinsatz überzeugt.


„Beyond the Cosmic Veil“ wirkt dank der Streicher und der stampfenden Rhythmik entfernt von BEHEMOTH inspiriert und kombiniert (ähnlich wie die erwähnten Polen) philosophische Inhalte mit spannend orchestrierter Hartmusik. Dabei gefällt besonders der Tempobreak in der Songmitte, nachdem sich Drummer Paulo Trevisolli etwas mehr austobt und dem Song somit einen aggressiven Drive verleiht.
Das Finale „The Death of Everything“ dagegen fährt marginale Doom-Referenzen auf und schleppt sich zu düsteren Synthesizer-Elementen und ebensolchen Streichern voran. Das Fade-Out am Ende lässt die Stimmung der Musik derweil noch etwas nachhallen, sodass das Gefühl von marginaler Beklemmung länger als zunächst gedacht anhält.


FAZIT: MORDETHs „Hermetic Creation“ bietet vielseitigen Death Metal mit einnehmender Atmosphäre. Der technische Anspruch der Musiker steht der Stimmung der Musik dabei nicht im Weg, wodurch das Album unterm Strich ein wenig Einarbeitungszeit benötigt, die allerdings zu einer echten musikalischen und inhaltlichen Entdeckungsreise wird.

Dominik Maier (Info) (Review 47x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Lux in Tenebris
  • Alien
  • Sacred Codes
  • Stellar Necropolis
  • Memory Hunter
  • Hermetic Creation
  • Varginha’s Paradox
  • The Arcane Cosmonaut
  • Beyond the Cosmic Veil
  • The Death of Everything

Besetzung:

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