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Bödel: Dödsbringaren (Review)

Artist:

Bödel

Bödel: Dödsbringaren
Album:

Dödsbringaren

Medium: CD/Download
Stil:

Crust Punk, Hardcore

Label: DiSTAT
Spieldauer: 41:35
Erschienen: 30.01.2026
Website: [Link]

Das bisherige Schaffen der schwedischen Crust-Punks BÖDEL beläuft sich auf die „Välkommen Till Avrättningen“-EP, die der CD-Version des Debütalbums „Dödsbringaren“ praktischerweise komplett als Bonusmaterial beigefügt wurde, und den zwölf Stücken des besagten, ersten Vollalbums. Damit prügeln die Schweden dreiundzwanzig Songs in weniger als einer Dreiviertelstunde aufs Wohnzimmerparkett.
Entsprechend seinem Titel, kracht „Dödsbringaren“ als dreckiger Hochgeschwindigkeitshybrid zwischen Crust Punk und Hardcore ins Gebälk. Hier gibt’s keine Verschnaufpause, von der ersten Sekunde an steht der Tacho auf Vollgas und die Musik kracht unbarmherzig und kompromisslos auf den Hörer hernieder.


Der musikalische D-Zug, lebt dabei vom gehässig angepissten Geschrei von Sängerin Leya, die sich in ihren Texten über diverse Missstände dieser Welt auskotzt und die titelgebende Todbringerin eindrucksvoll zum Leben erweckt.
Ihre Mitmusiker berserkern derweil charmant roh, aber mit reichlich Druck im Kessel durch die dreiundzwanzig Stücke dieser CD. Dabei fallen BÖDEL zu keiner Zeit aus dem selbstgesteckten Genre-Rahmen, gefallen aber durch eine authentische Wut, die diesen Soundtrack zur Apokalypse stets neu entfacht, sodass das Feuer sowohl im Herzen der Musiker, als auch am nächsten imaginären Molotowcocktail nervös lodert.


Themen wie persönliche Ohnmacht ob der scheinbar desaströsen Weltlage, Kritik am herrschenden System und seinem konsequenten Versagen, sowie eine latente Endzeitstimmung bestimmen die Texte auf „Dödsbringaren“, wobei die Konsequenz der Band in unnachgiebiger Härte und dem unmittelbaren Soundtrack zur persönlichen Rage liegt. Das muss nicht variabel sein, es muss zielgerichtet auf die Kiefer (oder besser: die Lauscher) der Gegenspieler ballern.

Dass der Hörer nach diesen etwas mehr als vierzig Minuten kathartischer Wut-Musik erstmal geplättet ist, liegt in der Natur der Sache. Dass der Finger aber zügig in Richtung Repeat-Knopf wandert, untermauert die musikalische Qualität von BÖDEL, auch abseits des emotionalen Stressabbaus, den die Band mit „Dödsbringaren“ betreibt.


FAZIT: Sicherlich erfinden BÖDEL das Genre nicht neu, aber „Dödsbringaren“ ist ein ausdrucksstarkes Debütalbum Hardcore-affinen Crust Punks geworden, das missmutig und unnachgiebig auf den Hörer einprügelt. Die Schweden lassen dabei kaum Zeit zum Verschnaufen und wüten sich durch die triste Farbpalette menschlicher Wut und Enttäuschung. Hier bahnt sich ein bemerkenswert energischer Szene-Newcomer an.

Dominik Maier (Info) (Review 36x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Extremt jävla vansinne
  • Domare och böde
  • Döbygd
  • Skarprättare Jansson
  • Korsfäst och dömd
  • Dödsbringaren
  • Inte ditt jävla val
  • Deprimerad
  • 1789
  • Stillanatt, blodiga natt
  • Nio års träning
  • Angel af död
  • = Bonus Tracks =
  • Bödels hymn
  • Bilan faller
  • På andras bekostnad
  • Grisarna och snuten
  • Ett folkmord till frukost och en kopp kaffe tack
  • Håll ut håll i
  • Född fri
  • Guidance patrol
  • Don efter person
  • Kapitalsimens nickebocker
  • Som ett spett i länsman

Besetzung:

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