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Bruit: Monolith (Review)
| Artist: | Bruit |
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| Album: | Monolith |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Post- und Ambient-Rock mit klassischer Note |
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| Label: | Pelagic Records | |
| Spieldauer: | 22:35 | |
| Erschienen: | 09.01.2026 | |
| Website: | [Link] |
„Wer bist du also? Zwischen dem unendlich Kleinen und dem unglaublich Großen. Ist dein kleines Alltagsproblem immer noch bedeutungslos? Setz dich zu den Überresten des Monolithen, den deine Vorfahren errichtet haben, und nimm dir Zeit zum Nachdenken. Stelle neue Fragen, anstatt alte Antworten zu wiederholen.“ (BRUIT im Inneren des Digipaks zu „Monolith“)
Leider haben sich die verträumten Postrocker von BRUIT aus Toulouse wohl gedacht, 'In der Kürze liegt die Würze', um dieses symphonische, mitunter fast klassisch daherkommende Musikmonument von gut 22 Minuten zu schaffen. Zwei epische Longtracks – und das war's.
Wie ein guter Film steigert sich auch die Musik der Franzosen. Das hat alles etwas Filmisches oder Dramatisches. Ein ruhiger Anfang und ein explosives Ende – dazwischen viel melodramatische, aber immer wieder wild ausbrechende Wechsel. Kurzfilme voller Spannung und einem überraschenden Ende – voller Symbolkraft in Musik umgesetzt.
Zwei echte Monolithen eben, die sich da auf „Monolith“ wiederfinden.
SIGUR RÓS treffen auf GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR und vereinen ihre kreativen Ideen hinter „Monolith“, die man in ähnlicher Weise bereits von den großartigen MONO kennt. So könnte man die Musik, in der auch Geige und Cello eine wichtige Rolle spielen, wohl am besten beschreiben.
Doch warum diese Ideenvielfalt gerade einmal 22 Minuten solch beeindruckender, spannungsgeladener Stimmungen hervorbringt, ist die große Frage. Denn gerade wenn einen „Monolith“ so richtig packt, dann fällt dieser mit all seiner Ambient-Elektronik, den Soundeffekten, den drone-gestählten Gitarren, druckvollen Bässen und dem komplexen Schlagzeugspiel (wobei der Schlagzeuger seinen ganz großen Auftritt am Ende von „Bloom“ erhält) sowie den klassisch angehauchten Streichern auch schon wieder in sich zusammen.
Der Zeitfaktor ist also die einzige Schwäche eines Albums, das eigentlich nur die Länge einer EP besitzt, aber die musikalische und kompositorische Größe sowie Spannung, die eigentlich eine ganze Doppel-LP füllen könnte.
FAZIT: Ein zeitlich viel zu kurz geratenes Debüt, das auch noch den Titel „Monolith“ trägt, legen uns die Post-Rock-Ambient-Klassik-Franzosen BRUIT vor, das mit zwei Longtracks eine doppel-spannungsgeladene Atmosphäre, bei der neben dem Rockinstrumentarium auch Geige und Cello eine wichtige Rolle spielen, entfaltet. 22 großartige, sich beständig steigernde Minuten, die aber für einen wirklich musikalischen Gesamteindruck einfach nicht ausreichen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Bloom
- The Fall
- Bass - Clément Libes
- Gitarre - Théophile Antolinos
- Keys - Clément Libes
- Schlagzeug - Damien Gouzou
- Sonstige - Clément Libes (Geige), Luc Blanchot (Cello)
- Monolith (2026)
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