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Nyos: Growl – die zweite (Review)
| Artist: | Nyos |
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| Album: | Growl – die zweite |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Instrumental Math-, Post- & Progressive Rock |
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| Label: | Pelagic Records | |
| Spieldauer: | 46:51 | |
| Erschienen: | 10.10.2025 | |
| Website: | [Link] |
NYOS sind auch mit „Growl“ schwer einzuordnen.
Mathematischer Post-Progressive-Rock, noch dazu rein instrumental?
Das klingt nach Kopfschmerzen und Gehirnverknotungsmusik.
Doch siehe da, die Finnen putzen die Hirnwindungen doch zugänglicher und leichter verdaulich aus, als es zunächst scheint.
Sicher, vieles an der, überwiegend auf Wiederholung, geloopten Motiven und verworrener Gitarrenarbeit basierenden Musik wirkt beim Erstkontakt immer noch sperrig und experimentell, aber die knapp siebenundvierzig Minuten Spielzeit von „Growl“ vergehen doch zügiger als gedacht und auch die Synapsen im Oberstübchen werden nicht vollends durchgebrutzelt.
Ja, es gibt synkopisches Drumming, Melodien und Soundscapes, die eigenwillig durch manch verworrene Struktur der Stücke mäandern. Hierbei gelingt NYOS aber zumeist das Kunststück, ihre Musik eben doch in einem Fluss zu präsentieren. Allzu abgehackte Brüche oder (w)irre Schlenker bleiben ebenso aus wie verkopfte Notenzählerei.
Dass das Schlagzeug dabei mitunter die Führung in den Stücken übernimmt und mit einer Vielzahl von gegenläufigen Rhythmen experimentiert, während sich die Gitarre in luftige Höhen zwischen Prog- und Math-Rock austobt, zeugt vom findigen Experimentiergeist des Duos. Dass „Growl“ unterm Strich kaum Kopfschmerzen bereitet und stellenweise sogar ungeahnt locker groovt, unterstreicht das kompositorische Verständnis von NYOS.
FAZIT: „Growl“ ist zwar nicht zwingend der vertonte Bärenschrei, aber NYOS pusten einem auch nicht unbedingt den Wüstensound mit dem Laubbläser in die Ohren. Stattdessen agiert das Duo, trotz Polyrhythmik und vertrackter Struktur, bisweilen erstaunlich zugänglich, was den Hörspaß des Albums gekonnt in die Länge zieht.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Get Ready
- Superstar
- Lezard Rouge
- Harder Than Rain
- Pepe-Pepe
- L04
- Walking In Moonlight
- Be Free
- Alright, Goodnight
- Gitarre - Tom Brooke
- Schlagzeug - Tuomas Kainulainen
- Now. (2019) - 10/15 Punkten
- Waterfall Cave Fantasy, Forever (2023) - 10/15 Punkten
- Growl (2025) - 11/15 Punkten
- Growl – die zweite (2025) - 10/15 Punkten
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